wettbewerb 2014 - 1. preis

DAS DENK-MAL UND SEINE SYMBOLIK

Der abstrahierte Berg weist darauf hin, dass die Standschützen in den Bergen der Dolomiten um ihre Heimat gekämpft haben und dabei viele ihr Leben verloren. Dieser Fels soll aber auch auf die große Bergsteigertradition von Sexten hinweisen.
Die Kluft im „Felsen“ symbolisiert die gewaltsame Zerreißung des historischen Tirol als Folge des Krieges. Die rote Klammer ist wiederum ein Symbol für das Zusammen-Halten dieser Kluft, für das Verbindende und Versöhnende. Die Farbe Rot erinnert an die schweren Schäden an Sextens Gebäuden durch Brandgranaten im Jahre 1915.

Besonders ins Blickfeld gerückt wird das Wort HEIMAT. Dieser Begriff ist als Botschaft für Frieden, Versöhnung, Zusammen-Leben und Freiheit zu verstehen. Es ist auch ein Aufruf an uns, die Heimat zu bewahren. Das Denk-mal soll zum Nach-Denken über Kriege anregen und wird somit auch zum Mahnmal.

Bereits vor 100 Jahren wurden die Gefechtsstellungen in den Bergen nicht nur mit Steinen, sondern auch mit rudimentär ausgeführten Betonmauern gesichert. Auch im 2. Weltkrieg wurden Wehranlagen und Bunker aus Beton errichtet. Deshalb wird die „Berg-Skulptur“ auch mit diesem Material ausgeführt, wobei der grobe helle Bruchschotter der Dolomiten Anwendung findet. Die Ausführung erfolgt wie damals als Stampfbeton mit einer groben Schalung, sodass eine haptische Oberfläche mit felsenähnlichen Sedimentspuren entsteht.
Diese abstrahierte Berg-Skulptur soll ein markanter Mittelpunkt in diesem öffentlichen Raum von Sexten werden.

Ausgeführt im Juni und gesegnet am 5.7.2015. Fotos siehe Projekte und unter Facebook: https://www.facebook.com/awilleit

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